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Galbanum

GalbanumGalbanum, auch Galbanharz oder Mutterharz, ist die Bezeichnung für den eingedickten Milchsaft der persischen Galbanumpflanze (Ferula erubescens) sowie teilweise auch der Art Ferula gummosa. Neben diesen beiden umfasst die Gattung Ferula (auch bekannt als Steckenkräuter oder Riesenfenchel) ca. 170 weitere Arten. Anbaugebiete der mit dem Fenchel entfernt verwandten Pflanze sind Persien, Arabien und Syrien, sowie einige Gegenden Ostindiens. Das gereinigte und getrocknete Galbanum-Harz wird schon seit langem zum Räuchern verwendet. Galbanum dürfte eines der ältesten Räucherwerke sein, es wird schon in der Bibel erwähnt, und es ist anzunehmen dass die Verwendung in Räuchermischungen eine noch ältere Tradition hat. Durch Wasserdampfdestillation wird aus dem klebrigen, weichen Harz das Galbanumöl gewonnen. Dieses Herstellungsverfahren, bei dem ätherische Öle aus dem Harz statt aus Pflanzenteilen destilliert werden, ist dem Galbanumöl mit einer Reihe anderer Öle wie Labdanum, Myrrhe, Opoponax (süße Myrrhe) , Weihrauch, Elemi und Benzoe beziehungsweise Styrax gemeinsam, deren Harze allesamt auch als Räucherwerk verwendet werden.

Anwendung von Galbanum

Galbanum Blüten und SamenGalbanum hat pur einen beinahe unangenehm starken, waldigen, kampferartigen Geruch und ist im ganz frischen Zustand farblos, nimmt bei Luftkontakt jedoch schnell eine bräunliche Farbe an und dickt rasch ein. In Form von Räucherungen wurde Galbanum seit jeher zur Behandlung verschiedenster Frauenleiden eingesetzt. Die häufige Anwendung bei gynäkologischen Beschwerden hat ihm den Namen „Mutterharz“ eingebracht. Sogar bei Epilepsie und Rheuma wurde ihm eine heilende Wirkung nachgesagt. Heute ist Galbanum ein Bestandteil vieler Räuchermischungen, und wird wegen seines Duftes unter anderem in Seifen, Parfüms und Ölen zur Abrundung der Duftnoten verwendet, wo es z.B. gut mit Neroli oder Vetifer harmoniert.

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