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Mittagsblume

Mittagsblume (Mesembryanthemum crystallinum)Die Mittagsblume (Mesembryanthemum crystallinum) oder auch Eiskraut genannt, gehört zur Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Sie ist eine wahre Meisterin der Kunst, in trockenen und unwirtlichen Gegenden lebensnotwendiges Wasser zu speichern. Ihre ursprüngliche Heimat sind trockene und oftmals auch salzige Böden in Südafrika und Angola. Im 18. Jahrhundert gelangte sich nach Europa. Heute ist sie im ganzen Mittelmeerraum verbreitet, und gerade auf den Kanarischen Insel eine typische Pflanze, obwohl sie erst im 19. Jahrhundert dorthin gelangte. Auch in Japan Amerika und Australien ist sie mittlerweile wild wachsend anzutreffen. Früher wurde die Mittagsblume zur Sodagewinnung verwendet. Die Pflanze ist essbar und wird in Frankreich Ficoïde Glaciale als Salat gegessen.

Inhaltsstoffe der Mittagsblume

Im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen enthält die Mittagsblume keine ätherischen Öle, weshalb sie von Menschen mit empfindlicher Haut häufig besser vertragen wird. Sie ist reich an Mineralsalzen und Wasser, neben diesen enthält sie außerdem Frucht- und Aminosäuren und Betanin, ein natürlich vorkommender roter Farbstoff, der unter Anderem in der Roten Rübe vorkommt, und unter der Bezeichnung E162 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist.

Verwendung und Volks- und Naturheilkunde

In der Volksheilkunde wird die Mittagsblume zur Behandlung von Nieren- und Lebererkrankungen, bei Lungenentzündungen und Ruhr eingesetzt.

Kosmetische Verwendung

Außerdem macht man sich die Fähigkeit der Pflanze, auch unter widrigsten Bedingungen Feuchtigkeit zu speichern, durch die Verwendung der Mittagsblume in Hautcremes zu Nutze. So angewendet soll die Mittagblume Juckreiz lindern und geschwollene und gereizte Haut beruhigen. Besonders Menschen mit trockener und empfindlicher, zu Neurodermitis neigender Haut empfinden Lotions und Cremes mit Mittagsblume oft als wohltuend und gut verträglich.