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Borretschöl

BorretschDas aus der Borretsch Pflanze Borago officinalis gewonnene Borretschöl (auch Borretschsamenöl genannt) übertrifft Hanföl und sogar Nachkerzenöl an Gamma-Linolensäure, gilt sogar als pflanzliches Öl mit dem höchsten GLA Gehalt überhaupt. Es gibt zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren und Sorten von Borretschöl. Kaltgepresstes Borretschöl wird durch Pressen der Samen gewonnen während raffiniertes Borretschöl durch Extraktion und anschließendes Raffinieren gewonnen wird.

Herkunft von Borretsch

Der Borretsch zählt zur Famillie der Rauhblattgewächse, die bis zu 70 cm hohe Pflanze mit den hübschen fünfzähligen blauen Blüten ist heute in ganz Europa aber auch in Nordamerika und dem Südwesten Asiens verbreitet. Erstmals kultiviert wurde die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze in Frankreich und gelangte erst im späteren Mittelalter nach Mittel- und Osteuropa. Ab dem Sechszehnten Jahrhundert war er häufig als Gewürz und Heilpflanze in Bauern- und Klostergärten anzutreffen. Die Hauptanbaugebiete in Europa sind heute Spanien und Frankreich, als Gartenflüchtling ist Borretsch aber auch  verwildert in vielen Ländern an Garteneinzäunungen, Straßen- und Feldrändern anzutreffen.

Namensherkunft

Die Herkunft des Namens Borretsch ist nicht eindeutig geklärt. Er wird manchmal aus dem Arabischen abgeleitet, abu r-rach bedeutet Vater der Schweißes und wird als Hinweis auf die in der Naturheilkunde genutzen Schweißtreibenden Eigenschaften interpretiert. Eine andere Theorie führt den Namen auf das keltische Wort Borrach (Mut) zurück. Zu dieser Ableitung passen auch die Überlieferungen, dass keltische Krieger vor Schlachten mit Borretsch versetzten Wein tranken.

Eigenschaften und Verwendung von Borretschöl

In der Volksmedizin wurde Borretsch und Borretschöl seit langem als Schleimlösendes Mittel bei Husten und Entzündung der Atemwege verwendet. Allerdings enthält die Pflanze auch Pyrrolizidin-Alkaloide mit hepatotoxischen und karcinogenen Nebenwirkungen, weshalb heute von einer medizinischen Verwendung abgeraten wird, zumal die Wirkung bei besagten Anwendungsgebieten nicht erwießen ist. Auch als Gewürzkraut wird zu sparsamer Verwendung geraten. Kaltgepresstes Borretschöl dagegen ist praktisch frei von diesen schädlichen Stoffen. In Apotheken und Reformhäusern sind Borretschöl-Kapseln als Nahrungsergänzung erhältlich.

Borretschöl in der Kosmetik

Borretschöl wird ähnlich wie Nachtkerzenöl bei trockener Haut und Problemen, die mit dem Mangel an Gamma-Linolensäure in Verbindung gebracht werden, in Form innerer und äußerer Anwendungen eingesetzt.  Eine Zulassung als Arzneimittel besteht für Borretschöl besteht jedoch nicht.

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